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Vereinbarkeit

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Ein Untertitel über das, was Frauen wirklich wollen. Ich habe mich schwer damit getan, einen Namen für diesen Blog zu finden. „Spagathe“ stand schnell fest. Aber ein Untertitel sollte erklären, worum es hier geht. Nicht um Gymnastik. Nicht um Zirkus, nicht um Wellness. Sondern um die Frage, wie eine Frau mit Kindern und Beruf heute gut leben kann. Vorerst lautet mein Untertitel: „Die zwei Fragen einer Frau“. Er kommt (wie so vieles, das zwar praktisch, aber nicht wirklich gut ist) von Doktor Oetker. Ein Pudding löst die die meisten Probleme einer Frau. „Wir wissen ja: Eine Frau hat zwei Lebensfragen: ‚Was soll ich anziehen?‘ und ‚Was soll ich kochen?‘“. Dieser Satz stammt aus einem Werbefilm für… Pudding! Was 1954 durchaus öffentlich sagbar war, bringt heute nicht nur Kampfemanzen auf die Palme. Denn der Satz reduziert Frauen auf zwei Kompetenzfelder: hübsch sein und kochen. Fairerweise hier der Kontext des anstoßerregenden Textes:…

Der Gedanke überfiel mich an einem unauffälligen Mittwochmorgen. Ich war gerade dabei, schnell das Bad zu putzen. In der Küche brodelte irgendwas, die Waschmaschine sprudelte ihr liebenswertes Hintergrundrauschen. Der Kleine schlief, meine Töchter waren in ein Rollenspiel vertieft und wieherten einander an. Mein Blick fiel in den noch ungeputzten Spiegel. Und da sah ich sie: Die Hausfrau. Ungeschminkt, leicht gestresst, mit einer Frisur, für deren Erstellung weder Kamm noch Spiegel erforderlich gewesen waren. Die neonpinken Latexhandschuhe waren eindeutig das feinste Kleidungsstück, das sie trug. Fast hätte ich sie nicht erkannt. Dann schoss es mir durch den Kopf: DAS BIN JA ICH! Ich. Die Hausfrau. Wie war es dazu gekommen? Eine Hausfrau, so will es das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, ist eine Frau, die unentgeltlich den eigenen Haushalt führt und die eigene Familie versorgt.[1] So wie ich jetzt gerade. Das war natürlich nicht immer so. Im Gegenteil: Man könnte meinen,…